Innere Kampfkunst

Im Zentrum steht die Entwicklung von verschleißarmen, effektiven und aufwandslosen Bewegungen, die bei der Bewältigung gewalttätiger Angriffe entscheidende Vorteile verschaffen können.

Bei der Inneren Kampfkunst wird dabei immer von der grundsätzlichen körperlichen Unterlegenheit des Ausübenden im Vergleich zu einem potentiellen Angreifer ausgegangen.

Warum die Bezeichnung “Innere Kampfkunst“?

Der Name Innere Kampfkunst beschreibt eine eher unkonventionelle  Herangehensweise an das Thema Kampf/ Selbstverteidigung.

Die Namensgebung ist als eine Hommage an die sogenannten inneren chinesischen Kampfkünste (Neijiaquan): Taijiquan, Xingyiquan und Baguazhang zu verstehen.

Neben gewissen methodischen und didaktischen Gemeinsamkeiten, werden besonders deren spezifische Zielsetzungen und Ansprüche in der Inneren Kampfkunst als Maßstab genommen, dort aber mit wahrscheinlich noch größerer Konsequenz umgesetzt und praktiziert.

Eine direkte Verbindung zwischen beiden Traditionen besteht nicht. Die Innere Kampfkunst stützt sich auf eine eigene unabhängige Tradition, die ich hier aber einerseits aus Mangel einer Lehrerlaubnis und andererseits aus tiefem Respekt vor dem enormen Maß an Wissen und Können in dieser Tradition, dem ich noch nicht ansatzweise gerecht werden kann, zurzeit nicht konkret benennen möchte. 

In der Praxis liegt das Hauptaugenmerk zunächst auf der möglichst optimalen “inneren“ Aussteuerung der eigenen Bewegung im Verhältnis zu den naturgemäß auf den Menschen wirkenden Kräften (Schwerkraft, Masseträgheit, etc.) und den direkt und indirekt selbst generierten Kräften (Schwung, Aufprall, Wucht, Bremskräfte, Beschleunigung etc.).

In der Folge wird versucht die gewonnenen Eigenkontrollfähigkeiten auch in kämpferischen Interaktionen anzuwenden, mit dem Ziel sich so in einer körperlichen Auseinandersetzung Vorteile zu verschaffen, die von Faktoren wie Größe, Gewicht, Kraft und Geschwindigkeit weitgehend unabhängig sind.

Grundsätzlich wird bei der Inneren Kampfkunst davon ausgegangen, dass eine chaotische Kampfsituation nicht durch technische Lösungen, im Sinne von vorgefertigten Antworten, beherrschbar ist. 

Die Reaktion wird dabei grundsätzlich zugunsten der effektiven Aktion vermieden.

Es wird nur eine überschaubare Anzahl konkreter Techniken erlernt. 

Hauptsächlich beschäftigt man sich mit Problemen der eigenen Bewegungsaussteuerung.

Dies hat u.a. den Vorteil, dass die erzielten Lernerfolge leicht in den Alltag übertragbar sind und auch dort unmittelbar ihre positiven Wirkungen entfalten. 

Als Trainingsmethoden werden sowohl Einzel- als auch Partnerübungen genutzt.

Die Partnerübungen werden meist innerhalb gewisser Grenzen frei ausgeführt und können teilweise durchaus auch körperlich fordernd sein.

Zusätzlich werden in bestimmten Versuchsanordnungen, mit oder ohne Partner, sozusagen laborartig Bewegungen und ihre Ausführung bis in ihre Feinheiten hinein untersucht.

Um wirklich zu verstehen, was mit diesen zugegebenermaßen recht abstrakten Beschreibungen gemeint ist, muss man sich der Praxis aussetzen.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Erwachsene. Bei Interesse an einer Unterrichtsteilnahme wird um vorherige Kontaktaufnahme über diese Seite gebeten. 

Oliver Gerets

Trainer

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